Kaum zeigt sich die erste Frühlingssonne, streckt auch der Rhabarber neugierig seine bunten Stängel aus der Erde. Zeit also, die Küchenmesser zu wetzen und sich den Kopf zu zerbrechen: Was ist Rhabarber eigentlich? Obst oder Gemüse? Gesund oder einfach nur sauer? Und was kann man mit diesen knalligen Stangen alles anstellen?
Rhabarber – der Frühling auf dem Teller
Keine Sorge, wir klären das – mit einer großen Portion Wissensdurst, einem Löffel Humor und jeder Menge Rhabarber Rezepte, die nicht nur deine Geschmacksknospen, sondern auch deine Gäste zum Strahlen bringen.
Was ist Rhabarber? Ein Gemüse, das wie Obst schmeckt – total verrückt, oder?
Klingt erstmal widersprüchlich, ist aber botanisch korrekt: Rhabarber ist ein Gemüse, auch wenn er sich in Kuchen, Marmelade und Kompott eher wie ein Früchtchen benimmt. Genauer gesagt gehört er zur Familie der Knöterichgewächse (klingt fancy, ist aber harmlos) und stammt ursprünglich aus dem Himalaya. Dort wurde er früher sogar als Heilpflanze verwendet.
Er besteht aus knackigen, säuerlichen Stängeln, die je nach Sorte grün bis tiefrot leuchten. Die Blätter? Die lässt du lieber weg – sie enthalten zu viel Oxalsäure, und das ist nichts für den Magen.
Rhabarber: Gemüse oder Obst? Die Antwort ist ein Küchen-Mind-Twist
Die ewige Streitfrage: „Rhabarber – Gemüse oder Obst?“ Die Antwort ist eindeutig... und trotzdem verwirrend. Botanisch gesehen ist er ganz klar ein Gemüse, denn gegessen werden hier keine Früchte, sondern die Blattstiele.
Aber in der Küche? Da steht Rhabarber regelmäßig auf der Gästeliste für Obstkuchen, Marmeladen oder süße Kompotte. Also: offiziell ein Gemüse, aber mit dem Herzen eines Obsts.
Rhabarber ist gesund! Diese Nährstoffe machen ihn zum Powerstängel
Du denkst, Rhabarber sei nur eine saure Angelegenheit? Falsch gedacht! Die knalligen Stangen sind echte Vitalstoffhelden:
- Vitamin C: Für dein Immunsystem und strahlende Haut.
- Vitamin K: Hilft bei der Blutgerinnung (falls du dich beim Schneiden mal vertust...).
- Kalium: Reguliert deinen Wasserhaushalt und unterstützt die Muskeln.
- Kalzium & Eisen: Wichtig für Knochen und Blutbildung.
Außerdem stecken in Rhabarber jede Menge Ballaststoffe, die deine Verdauung in Schwung bringen. Und sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole, die antioxidativ wirken – also kleine Bodyguards für deine Zellen.
Oxalsäure im Rhabarber – Freund oder Feind?
Jetzt wird’s ernst – aber nur kurz: Oxalsäure im Rhabarber kann bei übermäßigem Verzehr die Aufnahme von Kalzium hemmen und bei empfindlichen Personen zu Beschwerden führen. Aber keine Panik! Durch einfaches Schälen, Kochen und Entfaserung reduzierst du den Oxalsäure-Gehalt deutlich.
Veganisierter-Tipp: Milchprodukte wie Joghurt oder Vanillesoße helfen dabei, die Säure abzumildern und passen geschmacklich perfekt.
Rhabarber richtig zubereiten – ohne Drama, aber mit Geschmack
Hier kommt die gute Nachricht: Rhabarber ist pflegeleicht. Einfach waschen, schälen (vor allem bei älteren Stielen), in Stücke schneiden und je nach Rezept mit Zucker, Früchten oder Gewürzen kombinieren.
Achtung Küchenninjas: Bitte nicht in Alu-Töpfen zubereiten – wegen der Säure kann das Material reagieren. Edelstahl oder Emaille sind deine Freunde.
Rhabarber Rezepte – 6 Ideen, wie du den Frühling einweckst, backst oder trinkst
1. Rhabarber Kompott – der Klassiker mit Zuckerschmelz
Zutaten:
- 600 g Rhabarber
- 100 g Zucker
- Saft von ½ Zitrone
- 100 ml Wasser
- 1 TL Vanillezucker
Zubereitung:
Rhabarber waschen, schälen und in Stücke schneiden. Mit den restlichen Zutaten kurz aufkochen, 5–10 Minuten köcheln – fertig ist dein Rhabarber Kompott! Schmeckt herrlich zu Grießbrei, Pudding oder einfach pur.
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2. Rhabarber Marmelade mit Erdbeeren – süß trifft sauer
Zutaten:
- 500 g Rhabarber
- 500 g Erdbeeren
- 500 g Gelierzucker (2:1)
- Saft 1 Zitrone
Zubereitung:
Alles kleinschnippeln, mit dem Zucker vermengen und aufkochen. 4 Minuten sprudelnd kochen, in sterile Gläser füllen, Deckel drauf – und du hast Frühling im Glas! Rhabarber Marmelade war noch nie so easy.
3. Rhabarber Streuselkuchen – Kuchenliebe mit Crunch
Zutaten:
- 500 g Rhabarber
- 300 g Mehl
- 150 g Butter
- 150 g Zucker
- 1 Ei
- Vanillezucker & Backpulver
Zubereitung:
Streuselteig kneten, zwei Drittel auf ein Backblech drücken. Rhabarberstücke drauf, restliche Streusel drüber, ab in den Ofen (180 °C, 35 Min.). Und tada: dein Rhabarber Kuchen, der sogar Großtanten zum Schwärmen bringt.
4. Rhabarber Crumble – warm, knusprig, unwiderstehlich
Zutaten:
- 500 g Rhabarber
- 100 g Mehl
- 75 g Butter
- 100 g Zucker
- 1 TL Zimt
Zubereitung:
Rhabarber süßen, in eine Auflaufform geben. Streusel darüber verteilen und 30 Minuten backen. Warm mit Eis servieren und einfach nur genießen.
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5. Rhabarber Chutney – pikant, süß, würzig
Zutaten:
- 500 g Rhabarber
- 1 Apfel, 1 Zwiebel
- 100 g brauner Zucker
- 100 ml Apfelessig
- Ingwer, Senfsamen, Salz & Pfeffer
Zubereitung:
Alles kleinschneiden, würzen, aufkochen und 30–40 Minuten einkochen. In Gläser füllen – und voilà: ein perfektes Rhabarber Chutney für Käseplatten, Grillabende oder Curryträume.
6. Rhabarber Limonade – Sommer zum Trinken
Zutaten:
- 500 g Rhabarber
- 100 g Zucker
- Saft 1 Zitrone
- 1 l Sprudelwasser
Zubereitung:
Rhabarber in Wasser mit Zucker kochen, abseihen, Zitronensaft dazu und mit Sprudel auffüllen. Eiskalt genießen – deine neue Lieblingslimonade, garantiert.
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Rhabarber – der charmant-säuerliche Frühlingsstar
Ob als Rhabarber Kuchen, Kompott, Marmelade, Chutney oder erfrischende Limonade – Rhabarber bringt gute Laune auf den Teller (und ins Glas). Er ist gesund, kalorienarm, voller Nährstoffe und einfach unglaublich wandelbar.
Klingt gut? Dann nichts wie los zum Markt – schnapp dir ein paar Stangen und werde zum Rhabarber-Feinschmecker deines Viertels.
Veganisierter Tipp zum Mitnehmen:
Rhabarber lässt sich auch prima einfrieren – so hast du ihn das ganze Jahr über griffbereit. Einfach gewaschen und geschnitten roh einfrieren. Kommt gut!